Fischen mit Ned Rig und Skirted Jig: extrem effektive Techniken fuer Egli- und Zanderfischerei am Grund
- Jérémie

- 27. Jan.
- 3 Min. Lesezeit
Wie du mit Ned Rig und Skirted Jig scheue Fische gezielt zum Biss bringst
In den letzten Jahren haben sich das Ned Rig und der Skirted Jig als zwei äußerst effektive Techniken für die Egli- und Zanderfischerei etabliert. Beide Methoden haben eines gemeinsam: eine natürliche, bodennahe Präsentation, die besonders dann überzeugt, wenn Fische misstrauisch oder wenig aktiv sind.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt dabei weniger im Köder selbst, sondern vielmehr in der richtigen Animation und der Fähigkeit, sich flexibel an Jahreszeit, Gewässer und Fischverhalten anzupassen.

Bodennah Fischen: verschiedene Führungsstile zum Erfolg
Entgegen vieler Annahmen gibt es nicht die eine perfekte Animation. Sowohl das Ned Rig als auch der Skirted Jig lassen sich auf unterschiedliche Arten führen – je nach Aktivitätslevel der Fische, Wassertemperatur und Befischungsdruck.
Langsame Animationen über den Grund
Eine besonders effektive Methode ist es, den Köder sehr langsam über den Grund zu ziehen, ohne ihn stark anzuheben. Diese dezente Präsentation imitiert perfekt eine leichte Beute wie Krebse oder bodennahe Organismen. Sie funktioniert hervorragend, wenn die Fische träge sind oder sich auf leicht verfügbare Nahrung konzentrieren.
Kleine, kontrollierte Sprünge
In anderen Situationen bringen kurze, feine Hopser den gewünschten Erfolg. Mit kleinen Rutenzupfern wird der Köder nur wenige Zentimeter vom Grund abgehoben und darf anschließend kontrolliert zurücksinken. Diese Bewegung imitiert eine flüchtende Beute und löst häufig Reflexbisse aus.
Längere Ruhephasen am Grund
Manchmal ist weniger mehr: Den Köder einfach mehrere Sekunden regungslos am Grund liegen lassen kann extrem effektiv sein.Beim Ned Rig richtet sich der schwimmende Köderkörper dabei natürlich auf, während beim Skirted Jig der Rock selbst in völliger Ruhe noch leicht pulsiert. Viele Bisse kommen genau in diesen Pausenmomenten.

Fischen mit Ned Rig: Kontrolle, Gefühl und Bodenkontakt
Beim Ned Rig fische ich persönlich sehr gerne mit relativ schweren Jigköpfen, meist im Bereich von 7 bis 20 Gramm. Dieser Ansatz hat einen klaren Vorteil: maximales Gefühl für den Untergrund.
Ein höheres Gewicht ermöglicht:
ein präzises Ertasten der Bodenstruktur (Steine, Sand, Schlamm),
das Erkennen von Kanten und Übergängen,
bessere Kontrolle bei Wind, Tiefe oder Drift,
ein klares Verständnis darüber, wie sich der Köder unter Wasser verhält.
In Kombination mit einem schwimmenden Gummiköder entsteht dennoch eine äußerst natürliche Präsentation: Der Jigkopf liegt am Grund, während sich der Köder aufrichtet – genau wie eine fressende oder ruhende Beute. Diese Präsentation ist besonders effektiv, wenn sich Egli oder Zander bodenorientiert ernähren und aggressive Führungen ignorieren.
Skirted Jig: Volumen, Vibrationen und gezielte Selektion
Der Skirted Jig bringt eine zusätzliche Dimension ins Spiel. Durch sein Volumen und den pulsierenden Rock erzeugt er bereits bei minimaler Bewegung attraktive Reize, ohne dabei unnatürlich zu wirken.
Diese Technik eignet sich besonders, um:
größere Egli gezielt zu selektieren,
auch Zander effektiv anzusprechen,
einen größeren, energiereichen Happen anzubieten.
Wie das Ned Rig funktioniert auch der Skirted Jig hervorragend mit langsamen Führungen, kurzen Sprüngen oder langen Pausen am Grund. Gerade in Phasen, in denen Fische auf größere Beute umschalten, kann diese Technik den entscheidenden Unterschied machen.
Fazit: Feine Techniken mit enormem Potenzial
Das Fischen mit Ned Rig und Skirted Jig sind Techniken, die Geduld und Präzision belohnen. Wer bereit ist, verschiedene Animationen auszuprobieren, Pausen bewusst einzusetzen und permanent Bodenkontakt zu halten, wird mit konstanten Bissen belohnt.
Gerade bei hohem Angeldruck, kaltem Wasser oder vorsichtigen Fischen gehören diese beiden Methoden heute zu den effektivsten Optionen – egal ob im See oder im Fluss.









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